bruxane hilft Ihrem Körper, sich selbst zu heilen.

Finden Sie die passende Option zur effektiven Behandlung von Bruxismus

Bruxismus bezeichnet das unbewusste Zusammenpressen und Knirschen mit den Zähnen, das sowohl im Schlaf als auch im Wachzustand auftreten und zu ernsten Gesundheitsproblemen führen kann. Mehr zu den verschiedenen Ausprägungen, Symptomen & möglichen Ursachen dieses Phänomens lesen Sie hier: Bruxismus: Unterbewusstes Knirschen und Pressen mit Folgen.

Bei der Behandlung von Bruxismus stehen verschiedene Therapieoptionen zur Auswahl. Einige konzentrieren sich rein auf die zahnärztlichen Symptome, andere setzen an den Ursachen des Zähneknirschens an. Diese drei Verfahren sollten Sie kennen::

  • Die klassische Bissschiene schont zwar die Zahnsubstanz, reduziert aber nicht das nächtliche Zähnepressen & -knirschen und die dadurch verursachten Schmerzen & Verspannungen.
  • Die Biofeedback-Behandlung kann nächtlichen Bruxismus messbar reduzieren. Eine einfache, alltagstaugliche und vor allem wirksame Umsetzung dieses Therapiekonzepts bietet die bruXane Bissschiene mit integriertem Biofeedback. 
  • Eine psychologische Behandlung ist besonders bei psychosomatischem Wachbruxismus angezeigt und zielt auf die Reduktion des Zähnepressens durch verbesserte Stressbewältigung. 

Darüber hinaus werden auch weniger gebräuchliche Therapieverfahren besprochen: So wird erläutert, in welchen Fällen bei der Behandlung von Bruxismus eine zahnärztliche Intervention sinnvoll ist, welche Aussichten eine medikamentöse Therapie bietet und was es mit der Empfehlung von Botox gegen Bruxismus auf sich hat.

Die klassische Behandlungsvariante: Eine Bissschiene zur Vermeidung von Substanzverlust

Die Bissschiene ist seit Jahrzehnten der Standard bei der Behandlung von Schlafbruxismus. Neben maßgefertigten Schienen vom Zahnarzt gibt es auch preiswerte Modelle aus thermoplastischem Material, die selbst ‘angepasst’ werden.

Eine Kunststoff-Schiene kann:

  • die Zähne schützen und den Abrieb der Zahnsubstanz verhindern
  • die Okklusion verbessern, d. h. die Kontaktpunkte der Zahnreihen von Ober- und Unterkiefer bei Gebissschluss
  • die Kiefergelenke in physiologischer Position stabilisieren1

Die Aufbissschiene bietet allerdings nur eine zahnärztlich-symptomatische Behandlung: Das Zusammenpressen der Zähne bzw. Zähneknirschen wird nicht verhindert und so bleiben auch Bruxismus-bedingte Kopfschmerzen, Muskelschmerzen & Verspannungen in Nacken, Schultern und Rücken  in der Regel bestehen.2

Das Biofeedback zur Behandlung von unterbewussten Funktionsstörungen

Die Behandlung mittels Biofeedback zielt darauf ab, unbewusste physiologische Abläufe zu verändern. Dabei wird unerwünschtes Verhalten mit einer Rückmeldung gekoppelt, um einen Lernprozess in Gang zu setzen, der das Verhalten reduziert – das funktioniert nicht nur im Wachzustand, sondern auch im Schlaf.3 Hier lesen Sie mehr: “Biofeedback

Die Wirksamkeit der Biofeedback-Therapie bei Schlafbruxismus ist seit den 1980er Jahren erwiesen.4 Allerdings erforderte die Behandlung bislang mehrere Sitzungen in der Praxis; Geräte für zuhause waren, wenn überhaupt verfügbar, oft sehr teuer. Schwierigkeiten bereitete vor allem die korrekte Positionierung des Geräts und die wiederholte Schlafunterbrechung durch die Feedback-Signale.

Eine innovative Lösung für diese Probleme bietet die bruXane Aufbissschiene mit integriertem Biofeedback.

Kombinationstherapie mit bruXane – die Zahnschiene mit Biofeedback

bruXane kombiniert die klassische Aufbissschiene mit modernster Biofeedback-Technologie und bietet damit eine neue, alltagstaugliche Methode zur Behandlung von Schlafbruxismus

Die bruXane Schiene lässt sich ebenso einfach einsetzen wie eine herkömmliche Zahnschiene. Bei jedem  Zähneknirschen wird ein zweifaches Biofeedback (Vibration und Akustik) ausgelöst. Die Effektivität von bruXane wurde in einer aktuellen Studie der Universität München belegt:

  • reduziert die Dauer der Bruxismus-Episoden, ohne den Schlaf zu unterbrechen
  • reduziert die Belastung des Kauapparats
  • kann helfen, eine Schädigung des Kiefergelenks zu vermeiden
  • lindert CMD- & Bruxismus-bezogene Symptome und verbessert das Wohlbefinden5

Eine medikamentöse Behandlung ist häufig nicht zielführend

Der Einsatz von systemisch wirksamen Medikamenten zur Bruxismus-Behandlung ist generell nicht zu empfehlen – so die Leitlinie führender Fachgesellschaften im Bereich der Zahnheilkunde & Funktionsdiagnostik.6

Zum einen ist die Studienlage im Bereich medikamentöser Bruxismus-Therapien bislang auffallend dünn, hinreichende Wirknachweise gibt es lediglich für Clonidin, ein Alpha2-Adrenorezeptor-Agonist, und das Antikonvulsivum  Gabapentin. Demgegenüber steht zum anderen jedoch die Gefahr unerwünschter Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Weiterhin ist zu beachten, dass einige Medikamente, bspw. bestimmte Antidepressiva und ADHS-Medikamente, Bruxismus auslösen bzw. verstärken können.7

Bei pflanzlichen Wirkstoffen oder homöopathischen Mitteln besteht zwar ein geringeres Risiko von Neben- und  Wechselwirkungen, allerdings fehlen hier überzeugende Wirkungsnachweise.

Botox: Das Faltenmittel zur Behandlung von Bruxismus?

Botox bzw. Botulinumtoxin ist vor allem durch seinen Einsatz in der Schönheitschirurgie bekannt: Gezielte Injektionen des Giftstoffs können ausgewählte Gesichtsmuskeln lähmen und somit Mimikfalten glätten. 

Bei Bruxismus können Botox-Injektionen in die Kaumuskulatur die Intensität des Zähnepressens & -knirschens messbar verringern und damit auch bruxismus-bedingte Schmerzen lindern. Allerdings sind auch die Nachteile der Botox-Therapie zu beachten:

  • invasive Therapie, bei der zudem noch Forschungsbedarf hinsichtlich Zielmuskel, Zahl der Injektionsorte sowie Dosierung des Botulinumtoxins besteht8
  • nach ca. 6 Monaten lässt die Wirkung nach
  • vergleichsweise teuer

Das Abschleifen der Zähne zur Vorbeugung von Bruxismus greift zu kurz

In manchen Fällen umfasst die Bruxismus-Therapie auch eine Korrektur von: 

  • Zahn- & Kieferfehlstellungen
  • zu hoch stehenden Füllungen
  • schlecht sitzendem Zahnersatz.

Nach aktuellem Forschungsstand sind derartige Probleme jedoch nicht als Hauptursache für Bruxismus anzusehen.9 Bei der individuellen Diagnose sollte der mögliche Zusammenhang von fehlerhafter Okklusion (Gebissschluss) und Bruxismus jedoch stets abgeprüft werden.

Weitere Therapiemöglichkeiten für psychologisch bedingtes Zähneknirschen

Bruxismus entsteht oft auch als Folge von seelischen Schwierigkeiten, insbesondere bei anhaltendem Stress.10 Eine ausführliche Darstellung des Zusammenspiels von Körper und Psyche finden Sie hier: Stress als Ursache von Bruxismus.

Bei psychosomatisch bedingtem Zähneknirschen bzw. -pressen profitieren Betroffene ganz besonders von einer aktiven Auseinandersetzung mit der Thematik. Therapeutische Ansätze zielen bei stressbedingtem Bruxismus vor allem auf die Stressreduktion.

Nutzen Sie Expertenwissen zur strategischen Überwindung von Bruxismus

Psychosomatische Beschwerden sind – das ist mittlerweile allgemein anerkannt – genauso  “echt”, belastend und therapiebedürftig wie rein körperliche Probleme. Gerade weil hier die Psyche eine Schlüsselrolle spielt, ist es für Betroffene besonders wichtig, sich über das Krankheitsbild mit seinen typischen Symptomen und Ursachen zu informieren.

Der von Christian Koch verfasste Ratgeber “Schluss mit Zähneknirschen” greift das Thema Bruxismus  aus Betroffenenperspektive auf: Der Autor kennt die langwierige Suche nach der Ursache seiner Beschwerden aus eigener Erfahrung und begegnet dem Leser damit auf Augenhöhe, er fasst aktuellste Forschungsergebnisse gut verständlich zusammen und bietet zahlreiche, von Experten erprobte Strategien.

Reduzieren Sie Ihr Stresslevel

Dauerhafter Stress bedeutet eine immense Belastung für den gesamten Körper. Hier gilt es zunächst die eigene Wahrnehmung zu schärfen, um die individuellen Stressfaktoren, Stressreaktionen sowie Bewältigungsstrategien zu erkennen.

Mit folgenden erprobten Strategien können Sie Ihr persönliches Stresslevel reduzieren:

  • Stressmanagement kann bedeuten, die Zeitplanung zu verbessern, bewusster Prioritäten zu setzen und Grenzen zu ziehen, ggf. auch Trainings- & Qualifizierungsmaßnahmen.
  • Mentaltraining umfasst die Transformation von Denkmustern und Einstellungen, bspw. eine Überprüfung des eigenen Perfektionismus oder den Aufbau innerer Distanz.
  • Regeneration beinhaltet sowohl die Dämpfung akuter Stressreaktionen, bspw. tiefes Durchatmen und “bis 10 zählen”, als auch die langfristige Erholung, bspw. durch das Praktizieren von Entspannungstechniken.11

Entspannungsübungen zur Behandlung der Ursachen von Bruxismus

In akuten Stresssituationen führen gutgemeinte Ratschläge wie “Entspann Dich doch mal!” selten ans Ziel. Langfristig jedoch bietet gezieltes Entspannungstraining eine Möglichkeit, Körper und Geist zur Ruhe zu bringen und damit auch psychosomatischen Bruxismus zu mindern.

Beispiele für wissenschaftlich erprobte Entspannungstechniken sind:

Autogenes Training: Hier wird durch Autosuggestion ein Gefühl der Ruhe, Schwere und Wärme herbeigeführt, Herzschlag, Atmung und Organtätigkeit werden reguliert, ‘der Kopf’ wird frei.12 Gerade vor dem Schlafengehen kann diese Methode helfen, Schlaf-Bruxismus vorzubeugen.

Meditation: Mit einer Morgenmeditation in den Tag zu starten, die Mittagspause für einem meditativen Spaziergang nutzen oder vor einem schwierigen Termin eine 3-minütige Kurzmeditation einschieben – es gibt viele verschiedene Meditationstechniken, die sich gut in den Alltag einbauen lassen, um das Stresslevel zu senken13 und damit Wach-Bruxismus zu reduzieren.

Ausführliche Informationen zu Entspannungstechniken und anderen Möglichkeiten der Stressreduktion finden Sie hier: Was tun bei stressbedingten Bruxismus?

Wissenschaftliche Quellen

1 McNeill, C.: Richtlinien für die Betreuung von Patienten mit Temporomandibulären Störungen. In: Informationen aus Orthodontie & Kieferorthopädie, 2/1994, S.175-195.

2 Glenn T. Clark, Yoshihiro Tsukiyama, Kazuyoshi Baba, Tatsutomi Watanabe: Sixty-eight years of experimental occlusal interference studies: What have we learned? In: The Journal of Prosthetic Dentistry, Vol. 82, 6/1999, S.704-713.

3 Einen grundlegenden Überblick bieten Winfried Rief, Niels Birbaumer: Biofeedback. Grundlagen, Indikationen, Kommunikation, Vorgehen. Klett-Cotta 2018. Speziell zur Behandlung bei Zähneknirschen siehe Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGFDT) und Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK): Diagnostik und Behandlung von Bruxismus. S3-Leitlinie, Langversion, S.98-104. AWMF-Registernummer: 083-027. Stand: Mai 2019. URL: https://www.dgzmk.de/documents/10165/1373255/083-027_S3_Bruxismus_Langversion.pdf/523e36be-0eef-440f-83d6-9b19e1b0a284 (im Folgenden: S3-Leitlinie “Bruxismus”).

4 Rugh, J.D. and Johnson, R.W. : Temporal Analysis of Nocturnal Bruxism During EMG Feedback. In: Journal of Periodontology, Vol. 52, 1981, S. 263-265. doi.org/10.1902/jop.1981.52.5.263 SOWIE Pierce CJ, Gale EN. A Comparison of Different Treatments for Nocturnal Bruxism. In: Journal of Dental Research, Vol. 67, 3/1988, S. 597-601. SOWIE Tatsutomi Watanabe, Kazuyoshi Baba, Kensuke Yamagata, Takashi Ohyama, Glenn T. Clark: A vibratory stimulation-based inhibition system for nocturnal bruxism. In: The Journal of Prosthetic Dentistry, Vol. 85, 3/2001, S.233-235. SOWIE Ilovar, Sasa & Žolger, Danaja & Castrillon, Eduardo & Car, Josip & Huckvale, Kit: Biofeedback for treatment of awake and sleep bruxism in adults: systematic review protocol. In: Systematic reviews 2014, 3 (1), 42.

5 Alexander Bergmann, Daniel Edelhoff, Oliver Schubert, Kurt-Jürgen Erdelt, Jean-Marc Pho Duc: Effect of treatment with a full-occlusion biofeedback splint on sleep bruxism and TMD pain. A randomized controlled clinical trial. In: Clinical Oral Investigations 2020, Vol. 24, S. 4005–4018.

6 S3-Leitlinie “Bruxismus”, S. 78. Federführend bei der Erstellung waren die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGFDT) und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK).

7 S3-Leitlinie “Bruxismus”, S. 75-84 sowie S. 14 zu Bruxismus als Nebenwirkung von Medikamenten.

8 S3-Leitlinie “Bruxismus”, S. 75-84.

9 S3-Leitlinie “Bruxismus”, S.9.

10 Gundula Johnke: Psychische Aspekte dentaler Parafunktionen: Knirschen - Mahlen - Pressen.  Schlütersche  2000, S. 27 ff.

11 Gert Kaluza: Stressbewältigung. Trainingsmanual zur psychologischen Gesundheitsförderung. Springer 2018, S. 63-65.

12 Johannes Heinrich Schultz: Autogenes Training. Das Original-Übungsheft. Georg Thieme Verlag 2010.

13 Antje Sonntag: Stressbewältigung durch Meditation. Eine Einführung für Psychologen, Berater und soziale Berufe. Springer-Verlag 2016.

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